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Schmetterlings- und Bienensaum

Ein Schmetterlings- und Wildbienensaum ist eine besonders blütenreiche Mischung aus heimischen Wildblumensamen, im Optimalfall sogar regionaler Herkunft. Diese Flächen werden einmal angesät und von Jahr zu Jahr schöner und ökologisch wertvoller. Bei der Entwicklung muss man etwas Geduld haben, da die Ansaat meist erst im zweiten Jahr die volle Blütenpracht entfaltet. Hier blüht es für Bienen, Hummeln, Schmetterling & Co. und nicht nur die Tiere haben ihre Freude an dieser bunten Blütenpracht.

Fläche vorbereiten

Die Grundlage für einen artenreichen Saum ist eine sorgfältige Vorbereitung:

  • Standort wählen: Sonnige, warme Lagen sind ideal. Je magerer der Boden, desto höher ist in der Regel die Artenvielfalt.
  • Bodenvorbereitung: Bestehenden Bewuchs entfernen, Boden lockern und bei Bedarf abmagern (z. B. durch Sandzugabe oder Oberbodenabtrag)
  • Feinkrümeliges Saatbett herstellen

Saatgut wählen

Verwendung von regionalem, standortgerechtem Saatgut (Regiosaatgut) mit hohem Anteil an nektar- und pollenreichen Wildblumen (siehe Link Download). Wichtig ist eine abgestimmte Mischung mit gestaffelten Blühzeiten.

  • Aussaatzeitpunkt: Frühjahr (April–Mai) oder Herbst (September)
  • Saatgut breitwürfig ausbringen und nur leicht andrücken
  • Keimphase durch leichte Bewässerung unterstützen
  • Verwenden Sie regionale, standortgerechte Mischungen (Regiosaatgut), idealerweise speziell für Schmetterlings- und Wildbienensaum (siehe Link Download).

Pflege

Ein Schmetterlings- und Wildbienensaum wird bewusst extensiv gepflegt:

  • 1. Pflegejahr

Sollten nach der Ansaat unerwünschte Arten wie Disteln oder Ampfer verstärkt aufkommen, kann ein sogenannter Schröpfschnitt notwendig sein. Dieser erfolgt in einer Höhe von etwa 6–20 cm, um konkurrenzstarke Arten zu bremsen und die Entwicklung der gewünschten Kräuter zu fördern.

  • Mahd

Nach der Etablierung genügt in der Regel eine Mahd pro Jahr.

Optimal ist eine Mahd im Frühjahr (März), da trockene Stängel über den Winter wichtige Lebensräume bieten und Samen eine bedeutende Nahrungsquelle für Vögel darstellen.

Alternativ ist auch eine Mahd im Spätherbst möglich. Idealerweise wird nicht gemulcht, sondern gemäht und das Mahdgut abgeräumt. Dies fördert magere Standortbedingungen und erhält die Artenvielfalt.

Auf sehr mageren und trockenen Standorten kann eine Mahd auch nur alle zwei bis drei Jahre ausreichend sein.

Tipp aus der Praxis

Auch hier gilt: Geduld zahlt sich aus. Die volle Entwicklung eines artenreichen Saums dauert meist mehrere Jahre. Anfangs können noch Lücken oder dominante Arten auftreten. Diese gleichen sich mit der Zeit aus. Bei Bedarf können offene Stellen gezielt nachgesät werden.

Nützliche Links

  • Syringa
  • Rieger und Hofmann

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